Die Geschichte der Sexfilme - vom Ursprung zum Massenmarkt
Ähnlich wie bei anderen Medien wie z.B. Video (speziell VHS) oder das Internet, wurde auch beim klassischen Film sehr schnell eine Verbreitung durch Sexfilme angestoßen.
So brachte die Stummfilmzeit bereits 1896 die ersten Sexvideos hervor. Natürlich war dies noch weit von dem entfernt, was wir heute unter pornographischen Inhalten verstehen.
Es handelte sich bei dem ersten Produkt – welches in Frankreich seinen Ursprung hatte - eher um eine Art Striptease-Film.
Als es weitere Sexfilme in europäischen Ländern gab, lies der Sturm der Entrüstung aufgebrachter Bürger nicht lange auf sich warten und Zensurmaßnahmen folgten.
Konferenzen wurden einberufen, um die Eindämmung der „unsittlichen Filme“ zu bewirken.
Ein erster Hype um Sexfilme entstand in der Epoche der Wanderkinos, die bis ca. 1960 ging. Hier gab es ein spezielles Programm für Herren, welches sich großer Beliebtheit erfreute.
Ab 1940 löste der Ton- den Stummfilm ab und erste Amateurvideos entstanden, da Pornographie strafbar war und nicht selten mit Gefängnis bestraft wurde.
Gehandelt wurde mit dem erotischen Gut trotzdem – unter der Ladentheke oder durch „reisende Händler“.
Nach dem zweiten Weltkrieg förderten dann neue Techniken wie 8-mm-Film oder Super-8 die massenhafte Verbreitung der Sexfilme und professionelle Strukturen entstanden.
Allerdings bewegten sich die Produzenten nach wie vor in der Illegalität, da pornographisches Material immer noch streng verboten war.
Als die Niederlande dann 1969 die Pornographie legalisierten, gab es einen Boom für die Erotikbranche, der sich durch Schmuggel über ganz Europa ausbreitete und durch die wachsende Liberalität immer beliebter wurde.
Der erste Sexfilm, der offiziell in den Kinos gezeigt wurde, war die knapp 60-minütige Produktion „Mona“, die in den USA verbreitet wurde.
Danach folgte schnell der wohl legendärste Sexfilm „Deep Throat“ mit Linda Boreman, der immer noch der am meisten verkaufte Sexfilm ist.
In den Achtzigern zogen die Sexfilme dann in deutsche Wohnzimmer ein, da die ersten Titel auf VHS produziert wurden.
Dies hatte zur Folge, dass das technisch überlegende System Video 2000 sich auf dem Markt nicht behaupten konnte, weil die Hersteller sich für ein Verbot von Pornofilmen aussprachen.
Videotheken mit Pornos auf VHS schossen aus der Erde und nicht selten machten sie den größten Anteil ihres Umsatzes mit Erotikfilmen.
Ende der Neunziger kam das Internet in den Maistream. Nun gab es faktisch keine Hürde mehr, um Sexvideos zu konsumieren.
Die Professionalität der Anbieter nahm weiter deutlich professionellere Strukturen an, da das „Schmuddelimage“ verflogen war.
Durch den deutlich komfortableren und anonymeren Konsum über z.B. Video-on-Demand Plattformen, bedeutete dies allerdings auch das Einläuten der Endzeit der Videotheken.
Durch die Interaktionsmöglichkeiten des Netzes gewannen neben den klassischen Filmformaten die Sexcam Inhalte stark an Bedeutung.
Der Nutzer war ab sofort in der Lage, seine eigenen Sexfilme mit der Partnerin seine Wahl zu gestalten.
Diese sitzt entweder zu Hause oder in professionellen Studios und führt gegen ein Entgelt die Wünsche des Kunden aus.